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Antisemiten im Deutschen Reichstag [1881-1895]
Wahlergebnisse
1893
antisemitische
Abgeordnete
antisemitische
Debatten
antisemitische
Veröffentlichungen
antisemitische
Aktivitäten
christlicher
Antijudaismus
 Böckel
 
  Biographie  
  Hermann Ahlwardt
[1846-1914]
 
  Volksschullehrer, Rektor, Abgeordneter  


  1893
    01. Januar Hermann Ahlwardt wird in Krien bei Anklam geboren
  1869
Volksschullehrer in Neuruppin und Berlin
  1869
Volksschullehrer in Neuruppin und Berlin
  1881
Rektor in Berlin
  1892
    April Veröffentlichung seiner Schrift "Judenflinten" in der er den Maschinenfabrikant Ludwig Löwe beschuldigt, an das Reichsheer nicht funktionsfähige Gewehre geliefert zu haben. Die Behauptungen Ahlwardts wurden vom Kriegsministerium umgehend zurückgewiesen, und Löwe verklagte Ahlwardt wegen Verleumdung.
    29. November Prozeßbeginn gegen Ahlwardt wegen der verleumderischen Broschüre "Judenflinten".
    24. November Bei Ersatzwahlen zum Deutschen Reichstag im ersten Wahlkreis des Regierungs-Bezirks Frankfurt/Oder am 24. November erhält Ahlwardt 49,1 % bei der Stichwahl am 5. Dezember 77,2% aller abgegebenen Stimmen.
    29. November Prozeßbeginn gegen Ahlwardt wegen der verleumderischen Broschüre "Judenflinten".
    9. Dezember Urteilsverkündung im Ahlwardt-Prozeß: Ahlwardt erhält ein fünfmonatige Gefängnisstrafe.
  1893
Ahlwardt wird aus dem Schuldienst entlassen, nachdem er zu fünf Monaten Gefängnis wegen Veröffentlichung seiner Schrift 'Judenflinten'
Bei den Reichstagswahlen gewinnt Ahlwardt in gleich zwei Wahlkreisen: neben Friedeberg / Arnswalde, wo er die absolute Mehrheit (60,8%) im ersten Wahlgang bekommt, siegte er auch im pommerschen Neustettin. Durch die dortigen Nachwahl bekommt Paul Förster ein Mandat für den Reichstag.
  1914
    16. April Hermann Ahlwardt stirbt in Leipzig